
15 Lea-Geschichten
von
Ramona Ambs Zurück |
Lea darf
mit Anna Ostern feiern
Wer wie Lea gerne Schokolade isst, der nutzt jede
Gelegenheit aus, an Schokolade zu kommen. Und an diesem Sonntag bietet sich
Lea eine solche Gelegenheit. Annas Eltern haben sie zu Ostern eingeladen.
Zum Schokoladenhasen suchen und essen.
Leas Eltern haben zuerst nein gesagt, aber heute wollen
Annas Eltern anrufen und nochmal fragen, ob Lea nicht doch kommen darf. Lea
spielt gerade unten im Hof mit Franka und Theo als Mama sie nach oben ruft.
Lea ist gespannt wie ein Flitzebogen, ob Annas Eltern wohl schon angerufen
haben und ob Mama jetzt vielleicht doch noch ja gesagt hat. Lea stürmt die
Treppen hoch. Mama stemmt die Hände in die Hüften und sieht genervt aus :
"Bevor Du mich mit Fragen löcherst, Lea, ja, sie haben angerufen und wenn es
Dir sooo wichtig ist, das einmal anzugucken, dann sollst Du meinetwegen
dahingehen!"
Lea jubelt richtig los und fällt Mama um den Hals.
Schnell packt sie ihre wichtigsten Sachen zusammen, also den Stoffbären
Schmule und ihre gläserne Glücksmurmel und huscht durchs Treppenhaus nach
unten. Dort lädt sie alles in ihr Körbchen, das am Roller hängt und fährt
los. Sie muss nur zweimal ums Eck und dann den kurzen Feldweg runterfahren,
denn Anna wohnt mit ihren Eltern ein wenig abseits, dafür aber in einem
eigenen kleinen Häuschen. Endlich angekommen läutet sie Sturm. Anna öffnet :
"Hallo, toll, dass es doch noch geklappt hat. Wir sollen in mein Zimmer
gehen, weil der Osterhase noch die Eier versteckt."
Lea wundert sich: "Was ist denn ein Osterhase?" "Also
der Osterhase ist der, der die Eier versteckt, also mein Papa!" erwidert
Anna wichtig. Lea findet, das sei geschummelt, aber weil Anna so stolz ist,
sagt sie nix. Dann werden sie gerufen zum Ostereier und Schokohasen suchen.
Sie hüpfen raus in den Garten. Annas Mama drückt jeder ein Körbchen in die
Hand und nun sollen sie den Garten absuchen und wenn sie etwas finden,
dürfen sie es in ihr Körbchen tun. Danach soll alles gerecht aufgeteilt
werden. Sie fangen an. Lea entdeckt als Erste einen Schokoladenhasen, der
hoch oben in einer Astgabel hängt. Annas Papa muss ihn ihr runterholen. Dann
entdeckt sie viele bunte Eier in den Blumenbeeten. Beim Kellerfenster steht
noch ein Schokohase, aber Lea tut so, als hätte sie ihn nicht gesehen, damit
Anna auch einen findet. Schließlich ist Anna ihre Freundin und Freunden
lässt man was zum finden übrig. Endlich entdeckt sie ihn und dann ist die
Suche auch schon vorbei.
Lea hat viel mehr gefunden als Anna, aber es wird
gerecht geteilt, so dass beide gleichviel im Korb haben. "Dafür dass Du noch
nie Eier gesucht hast, bist Du ganz schön gut im finden!" lobt Anna. Aber
Lea sagt: "Weißt Du, an Pessach darf ich auch immer suchen. Da wird eine
Mazza versteckt, die man suchen muß und erst ganz zum Schluß isst. Die heißt
Afikoman und wenn ich die dann finde, kriege ich immer ein Geschenk." Anna
strahlt: "Das ist ja ganz ähnlich wie bei uns!"
"Schon," schmunzelt Lea, "nur dass mein Papa kein
Osterhase ist!" Und dann lachen die beiden und essen viel Schokolade.

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