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In deinem großen Erbarmen tilge aus, wo ich mich gegen dich verfehlt habe,
aber tilge es nicht durch Leid und schlimme Krankheiten...
... denn nicht hast Du Gefallen am Tod des Menschen, sondern, dass er umkehre -
und lebe!

Du hast die Menschen von Anfang an von allen Geschöpfen unterschieden und sie
dazu bestimmt, deine Gegenwart zu erkennen. Doch wer könnte dich über dein Tun
zur Rechenschaft ziehen. Selbst die Gerechten, was könnten sie dir geben?
Du aber, Ewiger, unser Gott, hast uns in Liebe diesen Tag der
(Ruhe und diesen Tag der) Versöhnung
geschenkt. Er bedeutet das Ende all unserer Verkehrungen, ihre Verzeihung und
Vergebung, damit wir aufhören, Gewalt zu üben und damit wir zu dir zurückkehren,
um von ganzem Herzen deinen Willen zu tun.
Du wirst dich in deinem großen Erbarmen über uns erbarmen, denn du hast keinen
Gefallen an der Zerstörung der Welt, wie gesagt ist: Sucht Gott, denn Gott ist
zu finden! Betet zu Gott, denn Gott ist nahe!
(Jeschajahu 55,6)

Und es ist gesagt: Der Ungerechte verlasse seinen Weg, der Mensch, der Böses
im Sinn hat, lasse ab von seinen Gedanken. Zu unserem Gott soll er zurückkehren,
dann wird Gott sich seiner erbarmen, denn bei unserem Gott ist viel Vergebung.
(Jes.55,7)
Du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig,
nachsichtig, von unendlicher Liebe und Treue und erfinderisch darin, Gutes zu
tun. Dir gefallt es, wenn Ungerechte umkehren, du hast keinen Gefallen an ihrem
Tod. Denn es ist gesagt: Sage zu ihnen: So wahr ich leben, Ausspruch Gottes, des
Ewigen, habe ich Gefallen am Tod eines Ungerechten? Nein, sondern dass ein
Ungerechter umkehrt von seinen Wegen und lebt. Kehrt um! Kehrt um von euren
bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, Familie Israels?
(Jecheskel 33,11)
Und es ist gesagt: Ich habe keinen Gefallen am Tod
eines Menschen, Ausspruch Gottes, des Ewigen. Kehrt um und lebt!
(Jech.18,32)

Ja, in dir ist Vergebung für Israel, in dir ist Verzeihung für Jeschurun in
jeder Generation. Und außer dir haben wir niemanden, der über uns regiert, der
uns verzeiht und vergibt.

Ewiger, mein Gott, und Gott meiner Vorfahren, ich bin ein Gefäß voller
Schmach und Schande. Gott, du regierst in Gnade und Barmherzigkeit, lehre mich,
meinen Trieb zu bezwingen; lehre mich, dir zu dienen, damit ich nicht sündige.
In deinem großen Erbarmen tilge aus, wo ich mich gegen dich verfehlt habe, aber
tilge es nicht durch Leid und schlimme Krankheiten.
(bJoma 87b)


Mein Gott, bewahre meine Zunge vor böser Rede und meine Lippen
vor Lüge. Denen gegenüber, die mir Böses wollen, lass mich angemessen reagieren,
und meine Seele möge gelassen bleiben, was auch geschieht.
Mache mich bereit für deine Weisung. Nach deinen Geboten will ich leben. Eilig
aber zerbrich die Pläne derer, die Böses gegen mich ersinnen, und vernichte ihre
Gedanken. "Die Worte meines Mundes und meine Gedanken mögen dir angenehm sein,
Ewiger, mein Fels und mein Heil."
(Ps 19,15) (bBer 7a)
Gott schafft Frieden in der Höhe.
Möge Gott uns und ganz Israel Frieden geben.
Darauf sprecht: Amen!
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Quelle:
Sefer haTfiloth,
Gebetsbuch für die Hohen Feiertage...
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Rosch haSchanah - Jom Kipur

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